31.10.2010

Die Schule war eine sehr gute Wahl. In der Nacht wurden wir nicht geweckt und auch am Morgen war es noch ruhig. Am Vorabend hatten wir noch herausgefunden wie der Gasboiler unserer Dusche funktioniert (Warmwasser brauchten wir bis jetzt nicht) und so waren wir nun frisch geduscht aber unser 100 L Wasser-Tank war nun ziemlich leer. Aber dies war für uns kein Problem. Kurzerhand fuhren wir mit dem Camper vor den Eingang der Schule wo wir an einem Wasserhahn (ursprünglich gedacht für den Gärtner) unseren Wasserschlauch befestigten und unseren Tank auffüllten. Danach bedankten wir uns bei der Schule damit, dass wir unsere Wasserflaschen an den Trinkwasser-Spendern auffüllten und schon waren wir wieder gerüstet für den Tag. Eine Steckdose um das Laptop und die anderen Geräte aufladen zu können hätte es auch noch gehabt aber das haben wir zu spät entdeckt… Ja wir sind nun richtige Zigeuner geworden. J

Heute fahren wir nach Augusta und das Cape Leeuwin. Mit etwas Glück soll man hier Robben und Wale sehen. Als wir da jedoch ankamen war weder Familie Robben noch Familie Wale Zuhause aber es ist ja Sonntag, da haben die Tierchen auch mal einen Ruhetag verdient.

Unser Tagesziel war die 2.45 Std. entfernte Stadt Manjimup und das Besuchen eines weiteren Winzers wo wir noch einmal Wein probieren und ein passendes Lunch dazu geniessen können. Quasi für das verpasste Nachtessen am Vortag.

Das Weingut das wir an diesem Tag fanden war auch sehr gemütlich und hatte einen sehr familiären Touch. Wir waren die ersten die auf dem Gut erschienen und hatten schon Angst es wäre geschlossen. Diese sorge war jedoch schnell vergessen als wir am Degustationstresen standen und einen Weiss-, Rosé- und Rotwein nach dem anderen verköstigten. Es war erst so gegen 11.00 Uhr als wir schon mal unser Mittagessen bestellten und weiter Wein ausprobierten. Um 12.00 sassen wir dann zu Tisch bei einer Käse-Aufschnitt-Platte mit Köstlichkeiten aus der Region und einer Flasche Wein J

Schön ist es auf der Welt zu sein….. la la la la…lililil lil luilululu

Es war schon fast 15.00 Uhr als wir es wagten uns von den sicheren 4 Beinen unserer Stühle zu erheben und uns auf unseren eigenen wankenden 2 Stelzen zum Fahrzeug zu bewegen und uns auf den Weg zu machen.

Auf dem Weg besuchten wir kurz das verschlafene Nest Nannup und die One Tree Bridge welche auf einem einzigen Baumstamm, einem alten Karri befestigt ist. Ausserdem waren da noch „The four Aces“ Riesenkarri’s die bis zu 300 Jahre alt werden. In Manjimup gab es leider kein MC Donalds also gings weiter Richtung Albany J. Weit sind wir dann jedoch nicht mehr gekommen denn Claudio wollte noch den Diamond Tree besteigen. Dies ist ein 52 Meter hoher Karri von dem man eine wunderschöne Aussicht über die riesigen Wälder des Südens hat. Die Nacht brach schon bald ein als Claudio wieder festen Boden betrat und so entschieden wir, dass wir diese Nacht gleich hier auf dem Parkplatz mitten im Wald übernachten würden.

 

30.10.2010

Am Morgen als wir langsam zu uns kamen war die Toilette immer noch weit weg und der Rasen immer noch frisch geschnitten. Aber plötzlich befanden sich auf diesem Rasen dutzende von Personen die miteinander plauderten und Ihr Wochenende einfeierten. Es war ein Surfkontest der direkt vor unserem Schlafzimmer stattfand. Steffi genoss die Aussicht auf die braungebrannten und mit Sixpack ausgestatteten Surfboys vom Campervan aus. Besonders ein Beachboy mit südländlichem Touch ist Ihr aufgefallen. Perfekt ausgestattet mit Sixpack, dunklen Haaren und soweit sie erkennen konnte grün braunen Augen. Als er auf den Campervan zukam und immer näherkam wurde sie fast schon nervös, bis sie erkannte das es die Augen von Claudio waren die da direkt auf sie zukamen und der Sixpack sich zu einem Onepack verwandelt hatte. ;-)

Heutiges Tagesziel ist Margaret River aber zuerst besuchten wir noch die nahegelegenen Ngilgi Caves. Dieses Hölensystem mit seinen eindrücklichen Tropfstein-Skulpturen 35m unter Boden waren sehr eindrücklich aber wir wollten nun weiter hinein in das Weingebiet vorstossen.

Seit wir Perth verlassen haben, hat sich die Landschaft markant verändert. Schon ziemlich bald sind grössere Büsche und schliesslich auch Wald an uns vorbeigezogen. Die mächtigen Karri’s und Marri’s konnten wir schon in der Region von Bunbury bestaunen und hier weiter südlich in der Margret River Region kamen wir uns fast schon vor wie in der Schweiz. Natürlich schien bei uns die Sonne aber die Landschaft wird von weiten, hügeligen Weiden mit schönen Baumallen und blühenden Blumen geschmückt. Gespickt mit unzähligen der gerade wachsenden Rebbergen. Es ist Frühling hier. Natürlich ist die Flora hier ganz anders. Während bei uns im Frühling die Margaritten und Co. spriessen, sind es hier wilde Orchideen (glauben wir zumindest) und weisse Trompetenblumen (keine Ahnung ob die so heissen, aber Claudio sagt denen immer so) die der Landschaft ihr Farbenkleid verleihen. An der Caves Road entlang besichtigten wir unzählige Winery’s ohne überall Wein zu kosten bis wir so gegen Mittag in Margaret River ankamen. Auch das Städtchen machte auf uns einen ländlichen Eindruck aber es gab doch einige Tavernen, Restaurants, Supermarkets etc.

Nachdem wir unsere Nahrungs-Vorräte mit dem nötigsten ergänzt hatten, wollten wir uns eine Winzerei suchen, wo wir uns bei einem schönen Abendessen verwöhnen lassen konnten. Nun war es noch etwas früh und so hatten wir noch genügend Zeit, um eine Käserei zu besuchen und die verschiedenen Cheedar Cheeses auszuprobieren. Danach wollten wir uns schon wieder auf die Mission eine Winzerei mit Restaurant zu finden konzentrieren, als wir bei einer Schokoladen-Fabrik vorbeikamen und aus unerfindlichen Gründen Steffi auf einmal auf die Toilette musste. Mit einem Schokoladenmund und duftend wie zwei Schokohasen sind wir da ca. 45 Minuten später wieder herausgekommen.

Als wir uns nun wirklich unserem Ziel widmeten, mussten wir leider feststellen, dass alle uns bekannten Winnery’s nur Lunch servieren und kein Dinner. Etwas enttäuscht aber überwältigt von den Tageseindrücken suchten wir in Margaret River ein Parkplatz zum übernachten. Etwas ohne Rasen, keine Toiletten, nicht am Meer und ein Platz wo am nächsten Tag (Sonntag) kein Menschenauflauf herrschen würde. So kam es, dass wir auf dem Parkplatz einer Schule parkierten.

Ui, jetzt haben wir aber viel geschrieben. Ja es ist halt ein wunderschöner Ort und diese Jahreszeit hat viel zu bieten. Wir sind beide begeistert.

 

29.10.2010

Nach einem weiteren Walk im Maidenpark und einer schönen Aussicht über die Stadt, haben wir uns auf den Weg nach Busselton gemach. Die Stadt mit dem längsten Jetty (Holzpeer) in der südlichen Hemisphäre. Nach dem Besuch am Peer welches gerade für über 26 Mio restauriert wird, war unser Ziel das Kap Naturaliste mit seinem Leuchtturm. Aber auf dem weg stellten wir fest, dass wir in der Margaret River Region angekommen waren. Überall führten Wegweiser zu den Weingebieten welche Heute zu den besten des Landes gehören und auch International Anerkennung verdienen. Natürlich haben wir jetzt schon nicht widerstehen können und haben einige Weingüter besichtigt und natürlich haben wir nicht widerstehen können und haben spontan ein Mittagessen (ca 13.30 Uhr) mit Wein auf dem WISE Weingut mit Blick aufs Meer gegönnt. Es wird eines der schönsten Weingüter sein, welche wir hier in dieser Region besucht haben werden. Als die Kellnerin uns fragte ob wir gerne ein Glas oder eine Flasche Wein hätten, haben wir uns selbstsicher für eine Flasche entschieden. Dazu haben wir gewitzelt, dass wir ja unser Schlafzimmer dabei hätten ;-)

So ist es gekommen, dass wir um 18.00 Uhr im Campervan (nach 2 Stunden schlaf auf dem Restaurant Parkplatz) aufwachten und nur noch kurz zum Leuchtturm auf dem Cape Naturaliste gefahren sind. Übernachtet haben wir im verschlafenen Nest Yallingup auf einem grossen Parkplatz direkt am Meer, wo der Rasen geschnitten war und sich die Toiletten weit weg befanden. Wir hatten uns einen richtigen schlaf verdient.

 

28.10.2010

Auf dem Weg nach Bunbury machten wir einen kurzen Stop im Yalgorup Nationalpark wo wir die Thrombolites besichtigten. Bunbury ist dafür bekannt, dass man mit Delphinen schwimmen kann. Da Steffi und ich dies nicht vorhaben, entschieden wir uns für den Stuart Walk. Hier kann man mit etwas glück ein Possum erspähen. Leider hatten wir dieses Glück nicht. Geschlafen haben wir wieder einmal auf einem Parkplatz beim Maidenpark mit ein paar anderen „Freestylern“. Wenn wir genau hinschauten war der Rasen im Park kaum 3 cm hoch und trotzdem hatte „unser Personal“ wieder das Gefühl es müsse um 6 Uhr Rasengemäht werden. 

 

28.10.2010

Guete Morge zäme. Mann, wieso müssen die öffentlichen WC’s neben unserem Schlafplatz morgens um 5 Uhr mit Kompressor gereinigt werden?? *grrrrr* Das nächste Mal sagen wir unserem Personal, sie dürfen später anfangen. ;-)

Nun sitzen wir in Mandurah im Mac, hier gibt es nämlich Steckdosen. Nachher geht’s weiter Richtung Bunbury, was eigentlich gestern schon unser Tagesziel war. Naja, wir haben ja keinen Stress.. Bis bald!

 

27.10.2010

*gähn* Boah sind wir müde!! Der Wein liegt uns immer noch in den Knochen… JTrotzdem heisst es heute ADIEU Fremantle, weiter geht’s Richtung Süden. Aufgetankt und mit vollen Batterien checkten wir pünktlich um 10 Uhr aus. Erster Halt war ein Aussichtspunkt in Rockingham. Bevor wir aber fähig waren, den 400m weiten Weg in Angriff zu nehmen, mussten wir uns nochmals „kurz“ hinlegen. Als wir wieder zu uns kamen, waren 2 Stunden vergangen. J Also mussten wir uns einen CHILL Iced Coffee genehmigen (siehe Foto). Der Aussichtspunkt eröffnete uns einen schönen Blick über die Küstenlinie und Pinguin Island. Ach ja, im Mac waren wir auch noch, aber nicht allzu lange, da wir keinen Stromanschluss ausfindig machen konnten und unser Laptop nur noch 45 Min. ohne Strom auskommt. Also ging’s gleich weiter nach Mandurah, wo wir erneut auf einem öffentlichen Parkplatz nächtigten.

 

26.10.2010

*Steffi’s Birthday Special*

Danke Euch allen für Eure lieben Glückwünsche! Schön zu wissen, dass ihr mich noch nicht vergessen habt! J

Heute ist Claudio (wie immer) vor mir aufgestanden, aber diesmal gab’s eine Überraschung; er hat für mich Pancakes mit selbergemachter Caramelsauce zubereitet. Mjammm… was für ein Start in den Tag. Nach diesem opulentem Mahl brauchte es einige Anlaufzeit, bis wir endlich bereit waren, uns ins Zentrum Fremantle zu begeben. Dort angekommen, ging’s ins Round House, wo ich Claudio für seine Untaten in diesem Lebensjahr bestrafen durfte. That’s FUN!! Leider hatte der Hänker frei und so kam’s, dass er nur eine milde Bestrafung bekommen hat (siehe Foto).

Nach einer Erfrischung war Shopping angesagt. Leider hatte Claudio Durchfall und musste mein Shopping-Fieber immer wieder unterbrechen… Schlussendlich hatte ich nur ein Paar Leggings, Ohrringli und ein Fingerring in der Tasche. Sogar auf das Portemonnaie, welches mir so gut gefallen hat, habe ich verzichtet, da wir ja noch lange unterwegs sind. Aber Claudio hatte für mich ja bereits schon eine schöne Handtasche gekauft, welche er mir eigentlich schenken wollte. Dummerweise blieb mir dieses Geschenk nicht lange verborgen und ich hatte es schon einige Wochen zuvor im Camper entdeckt. hihi

Am Abend hatten wir im Restaurant Capri am Cappuccino Strip einen Tisch reserviert. Bereits beim Hineingehen ist mir aufgefallen, dass Claudio dem Servierpersonal bereits bekannt war, denn wir wurden direkt an unseren Tisch geführt. WOW vor mir stand ein mit Rosen dekorierter Tisch mit Happy Birthday Ballon und Kärtchen. Nun war mir klar, wieso Claudio heute Nachmittag immer wieder aufs „WC“ verschwinden musste und total verschwitzt zurückkam, hatte mir schon Sorgen gemacht. Gott sei Dank stellte sich der Durchfall als Notlüge heraus. J

Das Essen war sensationell fein! Da hier in Australien nicht alle Restaurants Alkohol verkaufen dürfen, spurtete Claudio noch schnell in den Weinshop nebenan und holte einen feinen Cabarnet Sauvignon aus der Region. Im Kärtchen befand sich ein Gutschein für die Spielhölle nebenan, wo wir uns schon einmal vergnügten. Also freute ich mich schon auf den Süssigkeiten-Automaten, als plötzlich im Restaurant das Licht gedämmt wurde. Das Servierpersonal kam mit einem Tiramisu samt Kerzli und das ganze Restaurant sang HAPPY BIRTHDAY für mich. Ich war überwältigt…

Die letzten Tropfen aus der Weinflasche machten gar nicht mehr den Umweg über den Magen; sie gingen direkt in den Kopf. Hihi

Beim Zahlen sagte Claudio: „ Die letzte Überraschung ist, dass du das Essen selber bezahlen musst.“ Die Kellnerin und ich lachten nur verlegen, als er das bereits erwähnte Portemonnaie inkl. Inhalt aus seiner Hosentasche zückte und es mir in die Hand drückte. Juhui so macht das Zahlen besonders Spass! J

In der Spielhölle vergnügten wir uns bis die Security uns quasi aus dem Lokal begleitete. Kurz zuvor haben wir jedoch noch einen Elefanten aus seinem Käfig befreit, jetzt sind wir zu dritt unterwegs (siehe Foto).

So, und wie kommen wir um diese Zeit noch zu unserem Caravan-Park?! An der Bushaltestelle standen wir vor einem Rätsel, aber die Buslinie 920 kam uns noch bekannt vor. Beim Einsteigen fragten wir nach der nahegelegensten Busstation, er meinte nur, er glaube zu wissen, welchen Caravan-Park wir meinen. Also lösten wir 2 Stationen. Als wir bei der 2. Station aussteigen wollten, winkte er uns zurück und sagte, wir sollen noch warten. Schlussendlich brachte er uns quasi bis zum Caravan-Park, er hielt extra für uns an. Ein perfekter Tag ging so zu Ende.

 

25.10.2010

Seit langem hiess es heute wiedermal um 6 Uhr aufstehen => Rottnest Island WIR KOMMEN! Mit der ersten Fähre und den Fahrrädern auf dem Deck ging’s auf die 19 km von Fremantle entfernte Insel. Den ganzen Tag sind wir mit den Rädern herumgedüst, von einem schönen Strand an den nächsten noch schöneren. Fantastische Aussichten, romantische Leuchttürme und süsse Quoakka’s (die kleinen Verwandten der Wallabies) rundeten den Tag ab. Nach diesem wunderschönen, aber auch anstrengenden Tag sitzen wir nun in unserem Campervan; erschöpft und mit schmerzendem Füdli…mal schauen, wies morgen aussieht! J

 

24.10.2010

Trotz sehr windigem Wetter besuchten wir heute den Scarborough Beach sowie den City Beach von Perth. Am Scarborough Beach fühlten wir uns „relativ“ alt..scheint wohl das Paradies für die Teenager der Umgebung zu sein. J Nach einem Sonnenbad schlenderten wir noch ein bisschen der Promenade entlang und *schwups* Claudio hatte 2 neue Badhösli in der Tasche. Vorbei am City Beach ging’s zurück an den Strip, wo wir dem Duft von feingeröstetem Kaffee erneut verfielen..

 

23.10.2010

Morgens gings mit dem CAT-Bus (Gratis-Bus) ab in die City. Als Erstes besuchten wir das Visitor Centre, wo wir uns für Montag für einen Tages-Ausflug nach Rottnest Island entschieden. Da es auf der Insel keine Autos gibt, werden wir sie mit Fahrrädern erkunden.

Nach einigen Abstechern in Shops und dem Besuch der Fremantle Markets gönnten wir uns am berühmten Cappuccino-Strip, ja was wohl, einen Cappuccino. JInteressant, all die Leute beim Flanieren zu beobachten. Beim nahegelegenen Foodcenter kam Claudio dann zur Mittagszeit zu seinen asiatischen Köstlichkeiten. Nach weiterem Herumschlendern und Fötele tranken wir in einer Bar das bisher teuerste Panaché bzw. Bier mit Sprite zum Selbermixen: 25$ für beide. Dafür hat unser Tischnachbar –ein Engländer ca. 45 Jahre alt- ein bisschen mit uns geplaudert. Es entwickelte sich ziemlich schnell ein sehr interessantes Gespräch und so erzählte er uns, dass er das letzte Mal vor 6 Jahren in Fremantle war um seinen milliardenschweren Bruder zu besuchen; genau hier am Cappuccino Strip. In der Zwischenzeit habe sich der Bruder erhängt und er sitze nun da um diese Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Moral der Geschichte: Geld macht nicht glücklich. Umso mehr geniessen wir die Zeit, die wir hier verbringen dürfen. – Motto des Tages: Geld kommt und Geld geht, aber die Zeit geht nur.